~ B i t t e r s w e e t ~

Terra <3 Yaoi

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Seufzend ließ Seven den Kopf hängen, während sein Blick auf dem kalten Asphalt unter seinen Füßen ruhte. Es war eine dieser einsamen Nächte, in der seine Seele sich nach Zuhause sehnte und sein Körper die Zweisamkeit suchte, die ihn so oft mit Übelkeit erfüllt hatte. Nie wieder wollte er diesen Gefühl verspüren, doch sein leerer Geldbeutel zwang ihn ständig dazu. Manchmal fragte er sich, ob er das verdient hatte - wahrscheinlich schon, auch wenn es ungerecht war.
Ein heranfahrendes Auto ließ ihn aufsehen, weckte ein Mischung aus Freude und Enttäuschung in ihm, als es vorbei fuhr. Nach ein paar Metern hielt der schwarze, flache Wagen, die Lichter flammten auf und blendeten Seven einen Moment, sodass er die Augen zusammenkniff, bis er eine Stimme hörte. Vorsichtig öffnete er sie wieder und blinzelte gegen das Licht. Eines der abgedunkelten Fenster war herunter gefahren und eine Hand winkte ihn zu sich heran. Langsam ging Seven auf das Fahrzeug zu, schirmte seine Augen mit der Hand abschirmte, während er ernsthaft am Überlegen war, ob er nicht einfach verschwinden sollte.
Hätte er das getan, wäre er irgendwo in den Park gegangen und hätte sich schlafen gelegt, um einsam bis zum Morgen zu trauern. Vielleicht hätte sich seine Einsamkeit dadurch gelegt? Doch es war nur ein vielleicht. Wenn er in den Wagen stieg, wäre sein Körper nicht einsam, auch wenn das selbe nicht für seine Seele gelten würde.
Seufzend beugte Seven sich zu dem Fenster herunter und starrte in das Gesicht eines alten, schlanken Mannes, der in schwarzem Frack, karierter Kravatte und mit der fetten Rolex um den Arm doch noch etwas hermachte, auch wenn der Fünzehnjährige sicher war, darin niemals den Mann seiner Träume finden zu können. Der Typ war mindestens viermal so alt wie er, was ihn schlucken ließ, doch war er schon bei Unangenehmerem im Bett gewesen. Der Mann lächelte leicht, wobei seine weißen Zähne deutlich zur Geltung kamen. Sie passten zu dem grau-weißen Schnurrbart. "Komm rein", meinte er freundlich, dennoch ernst und wie ein Befehl.
"Ich geh' nich' zu jed'm rein", murrte Seven und stützte sich mit dem Unterarm über dem offenen Fenster der Beifahrerseite ab. "Für hunder lass ich mich ficken, aber nich' ohne Kondom, kapiert? Billiger is' nich', nur 'nen Blow-Job kriegst'e für 'nen Fuffi", stellte Seven gleich mal seine Preise auf. Es war nicht viel, aber so viele Jungs und Mädels, wie in der Gegend rumgeisterten, konnte er seine Preise nicht höher setzen. Es gab so schon zu wenig Kunden.
Der Mann runzelte die Stirn, als würde er abwiegen, ob sich das Lohnen würde. "Wenn du mitkommst, gebe ich dir tausend bar auf die Hand. Dafür musst du nur die ganze Nacht über bleiben. Bei Morgengrauen verschwindest du sofort wieder und das wäre es", erklärte der Mann und sah überrascht drein, als Seven einfach die Tür öffnete und einstief. Er brauchte das Geld dringend und die Chance, diese Nacht noch so viel zu verdienen, war ziemlich gering. Wenn er allerdings überschlug, wie wund sein Arsch am nächsten Tag sein würde, war er sich nicht so sicher, ob er dann bereits wieder arbeiten konnte - aber für tausend ließ sich sehr gut leben, auch über ein paar Tage.
"Fahr schon", murrte er und sah etwas verdutzt drein, als er als Antwort ein "Anschnallen!" an den Kopf geworfen bekam. Na, bei dem Kerl hätte er es sich wohl sparen können, zu sagen, dass er es nur safe macht.
Ohne ein Wort zu sagen, schnallte er sich an, auch wenn Seven sich ziemlich wie bei seinen Eltern vorkam, die er jedoch sofort wieder verdrängte. Das ganze, besonders die Erinnerungen an seinen Vater, würden es ihm nur noch schwerer machen, sich diese Nacht nehmen zu lassen. In jedem Traum spürte er die rauen Hände auf seiner Haut, hörte das dunkle Stöhnen an seinem Ohr und wie sein damals noch so kleiner Körper vor Schmerz gebrannt hatte.
Ruckartig kniff er seine Augen zusammen und sah aus dem Fenster. Den beinahe schon besorgten Blick des Frackträgers tat Seven mit einem abweisenden Schnaube ab, während er missmutig beobachtete, wie die Leute draußen neidisch auf den Wagen starrten, in dem er mit dem Kerl saß. Wie gerne würden sie in diesem Auto sitzen? Wie gerne würde er es nicht tun? Doch es war beinahe schon eine Routine, weswegen es ihn kaum noch juckte, was ihn noch erwarten würde.
"Wir sind gleich da."
Vollkommen aus seinen Gedanken gerissen sah Seven auf. Noch waren sie in den Slums, umringt von verdreckten Straßen und leeren Mülleimern, doch wenn er nach vorne sah, konnte er am Ende des Boulevards schöne Häuser ausmachen. Nun war es an ihm, neidisch auf die Prachtstücke zu starren und seine Augen wurden noch weitaus größer, als sie nach kaum fünf Minuten vor einer Villade hielten.
Der Mann betätigte einen Knopf, das Fenster auf der Fahrerseite fuhr herunter und er sprach gegen eine Säule, wo wahrscheinlich eine Sprechanlage befestigt war. "Sir, ich bin wieder zurück. Hoffentlich gefällt er Euch." Ein wissendes Grinsen huschte über das Gesicht des Alten, ehe er sich wieder in den ledernen Sitz zurücksinken ließ und die Eisentore vor ihnen sich mit einem lauten Knarren öffneten.
"Sir?", fragte Seven verwirrt und zog die Augenbrauen hoch. "Ich dachte-"
"Ich bin nur der Butler", unterbrach der Mann ihn, wusste nicht, was für ein seltsames Gefühl er dadurch in Seven auslöste. Normalerweise hatte er immer gesehen, von wem er bald flachgelegt werden würde, sich schon darauf einstellen können und vor allem war er noch zu einem Rückzug in der Lage gewesen - er hätte einfach nur nicht in das Auto steigen müssen. Natürlich freute er sich, dass es nicht der Alte war, mit dem er ins Bett musste, doch konnte es noch weitaus schlimmer werden. Schluckend besah Seven sich den prächtigen Rosengarten und versuchte, auf andere Gedanken zu kommen.
Nur wenige Sekunden später hielten sie bereits vor dem großen Haupttor der Villa, wodurch er noch nicht wirklich Zeit gefunden hatte, sich seelisch auf alles einzustellen, was dort auch kommen mochte, weshalb er ziemlich misstimmt die Tür öffnete, laut zuschlug und dem Butler hinterher stampfte.
"Der Herr erwartet dich bereits auf seinen Gemächern. Geh die Treppe hoch, rechts und den Gang ganz durch. Anmschließend gehst du ganz am Ende durch die linke Tür, das ist alles", erklärte der Mann, während er den einen Flügel aufschob und Seven hineinließ, der nichts anderes tun konnte, als einen Moment mir offenem Mund stehen zu blieben. Vor ihm eröffnete sich eine große Eingangshalle mit breiter Treppe, erhellt von einem riesigen Kronleuchter und überall standen Pflanzen mit riesigen Blättern, während ein Hausmädchen mit Staubwedel von einer Ecke des Raumes zur nächsten huschte. Alles war mit roten Teppichen ausgelegt, weshalb Seven mit schlechtem Gewissen registrierte, dass er ganz vergessen hatte, seine Schuhe auszuziehen. "Sorry", murmelte er und ließ seine alten Treter einfach stehen, ehe er sich auf den Weg machte. Er wurde herbestellt, jetzt war er da - und die Typen mussten damit leben.
Seufzend lief er die Treppen hinauf, den Gang entlang und blieb schließlich vor der Tür stehen. Noch einmal versuchte er, das unangenehme Gefühl in seinem Magen zu bändigen. Er wollte seiner Neugier die Kontrolle geben und alle schlechten Gefühle ausblenden, nur um die Nacht so gut wie möglich zu überstehen und sich am besten kaum noch daran zu erinnern, wenn er am nächsten Morgen das Haus verließ. Unruhig hob er seine Faust, erwartungsvoll, was ihn hinter der Tür erwarten würde, klopfte an. Noch nie war er in einem solch luxuriösen Haus gewesen und noch nie hatte er mit etwas wie dem geschlafen, was ihm lächelnd die Tür öffnete.
Vor Seven stand ein großgewachsener, blonder Mann, zwei Köpfe größer als er, auch wenn das kein Kunststück war, da er selbst gerade einmal die 1,70 erreicht hatte. Die Haare des scheinbaren Hausherrn waren schulterlang und strahlten in hellem Blond, während sie das feingeformte Gesicht glatt umrundeten. "Hi, komm rein", forderte er freundlich auf und musterte Seven aus tiefblauen, dunklen Augen. "Nenn mich Will, wie heißt du?"
Seven schätzte seinen Gegenüber auf kaum mehr als 25 Jahre, vielleicht eins mehr oder eins weniger, doch das spielte keine Rolle, wenn er bedachte, dass er anfangs damit gerechnet hatte, er müsste mit einem Sechzigjährigen schlafen. "Seven", meinte er und ging an dem anderen vorbei in das Zimmer, sah sich interessiert um. Der große Raum beherbergte mehr Möbel, als Seven jemals gesehen hatte. Auch hier befanden sich Pflanzen, die feingemeißelte Skulptur eines nackten, muskulösen Mannes direkt neben dem großen Himmelbett, das sich Seven gegenüber befand. Es war mit schwarzer Seide bezogen, genau wie das Sofa, die zwei Sessel, die gegenüber eines großen Plasmafernseher standen, während sich neben der Tür ein geradezu riesiger Wandschrank befand. In allen Ecken des Zimmer waren kleine Tische hingestellt und in der Wand zu Sevens Linker befand sich eine Tür. Eine Sekunde fragte er sich, wohin sie führte, doch dann konnte er auch schon einen muskulösen Körper spüren, der sich von hinten gegen ihn drückte, ehe eine Hand sich vorne in seine Hose schob.
"Nur Seven?", hauchte Will gegen sein Ohr und begann, sanfte Küsse in Sevens Nacken zu verteilen, der nichts gegen diese zärtliche Behandlung einzuwenden hatte.
"Fick mich einfa' un' frag nich', 'kay? Sowas geht dich nichts an", murrte er etwas verstimmt, auch wenn man es ihm sonst nicht anmerkte. Mit leichtem Druck rieb er seinen Hintern an Wills Hüfte, ehe er den Kopf in den Nacken legte und seinem Freier anzüglich über die Lippen leckte. Er genoss es wirklich, was sie taten, war Sex schließlich kein fremdes Thema für ihn und auch in seiner Freizeit, wenn er gerade nicht auf den Strich ging, wanderte er ziemlich fröhlich durch alle möglichen Betten, ohne nur einen Hauch Ruhe zu finden. Fast nie gestand er es sich ein, doch war das sinnlose Ficken einzig und allein dazu da, seine Einsamkeit zu ertränken.
Seven spürte, wie auch Will seine Lippen öffnete, drang in den fremden Mund ein, aus dem er sofort wieder vertrieben würde. Wäre auch zu schön gewesen, wenn man ihm diesen Hauch Dominanz gelassen hätte. Eine Weile spielten sie in seinem Mund, während er bereits deutlich merkte, wie seine Hose langsam ziemlich eng wurde, was an Wills ziemlich hingabevoller Behandlung lag.
"Los, zum Bett!", knurrte der Blonde ungeduldig, ließ von Seven ab und schubste ihn in die Richtung der Samtlaken, während er sich selbst auf der Couch niederließ. "Zieh dich aus!"
Etwas unbeholfen stolperte Seven zu den Laken und ließ sich schließlich darauf nieder, wollte gerade etwas entspannen, als er den befehlenden Ton vernahm. "Is' gut, is' gut, ich mach ja scho'." Seufzend zog er sich sein weißes Hemd über den Kopf, wobei die Schusswunde an seiner linken Schulter zum Vorschein kam. Wie die Arme eines Sterns streckten sich feine Linien von dem blassrosanen Kreis weg, der sich deutlich von Sevens bleicher Haut abhob. Auch sein Tattoo, sein heißgeliebtes Arschgeweih, war zum Teil erkennen und entblößte sich vollständig, als er seine zerlöcherte Jeans zusammen mit dem schwarzen String von sich strampelte. Achtlos landeten die Klamotten neben dem Bett. Das Geweih zog sich in Verschnörkelungen ein paar Zentimeter nach oben, ehe es sich teilte und über seine Hüftknochen verlief, knapp unter seinem gepiercten Bauchnabel zusammenlief. Es war verziert mit Rosenblättern und zahlreichen, großen Nelkenblüten - feinste Arbeit, die ihr Geld gekostet hatte und Schuld war, dass Seven sein erstes Mal auf den Strich ging. Er wollte es sich unbedingt ermöglichen, sowas zu haben, und er bereute es nicht.
Jeder warf ihm Blicke zu, wenn er seine Tättowierung zeigte, genauso auch sein jetziger Kunde, der sich in diesem Moment wohl unbeabsichtigt und dennoch äußerst lasziv über die Lippen leckte, weshalb Seven anzüglich mit seinen Händen über die schwarze Tinte fuhr, nach vorne zu seinem Glied, um sich selbst zu stimulieren. "So?", grinste er, schnurrte, spreizte seine Beine ein Stück weiter und begann, langsam in seine Hand zu stoßen. Die lustvollen Blicke, mit denen Will ihn bedachte, nahm er als "Ja." hin - und er stoppte erst, als der andere sich erhob, um sich das Hemd ausziehend zu ihm herüber zu kommen.
"Lass, ich mach das!", raunte Will, knöpfte seine Hose auf, um sie achtlos auf den Boden sinken zu lassen und aus ihr heraus zu treten. Seine Shorts zeigte eine deutliche Beule, die Seven dank ihrer Größe beinahe schwindeln ließ. Da musste er doch mal feststellen, dass ältere Leute, vor allem alte Leute, schon was hatten, schließlich waren sie nicht mehr so pontent, dass er Angst um seinen Arsch haben musste, wenn er eine Nacht durchficken sollte. Seufzend ließ Seven sich auf seinen Rücken sinken und spreizte die Beine, um Will dazwischen zu lassen. Der Größere grinste, beugte sich über Seven, um diesen zu küssen, während er sich mit den Unterarmen neben ihm abstützte. "Einen Moment", flüsterte Will, angelte mit einer Hand unter das Kopfkissen und griff nach zwei Kondomen, riss die Packung auf, ehe er sie ihnen überzog. "Sorry, aber bei euch Strichern ist leider weniger als jeder zweite positiv, Kleiner", grinste er, drängte sich dichter an Seven. "Wenn etwas zu unangenehm ist, sag es, ich will schließlich noch ein Bisschen von dir haben."
"Jaja, mach schon", knurrte Seven ungeduldig und schlang seine Beine um Wills Hüfte. "Ich... bin das gewohnt, keine Sorge." Sein Ton war zögerlicher, leiser geworden, nicht mehr so selbstbewusst wie noch kurz zuvor. Er spürte Will Glied, wie es gegen seinen Hintern drückte und der andere plötzlich in ihn eindrang, was Seven mit einem heiseren Aufkeuchen quittierte. Der Schmerz war zu ertragen, er hatte schon Schlimmeres erlebt, und dennoch kniff er die Augen zusammen. Sofort schien die Welt um ihn herum stehen zu bleiben - Will hielt vollkommen still, fuhr Seven zu sanft mit den Fingern durch die Haare.
"Gewöhn dich daran, Kleiner, das wirst du heute nacht sicherlich noch ein paar Mal erleben", lachte er und begann sich zu bewegen. Erst langsam, dann immer schneller und intensiver, während er ungehalten stöhnte. Will war nicht gerade der leise Typ, so viel war klar, doch wunderte es Seven nicht wirklich. Wer in einer solchen Villa wohnte, dem musste weder etwas peinlich noch sonst irgendwie unangenehm sein. Nach diesem Gedanken ließ er sich vollständig gehen, genoss die Schwere des anderen, dessen Geruch, die Wärme ihrer Körper und die weiche Seide unter ihm.
In dieser Nacht erforschten beide mit Fingern und Zunge den Körper des anderen, während ihr Stöhnen das Haus erfüllte und mit Sicherheit für jeden Diener zu hören war, bis sie, es wurde bereits wieder hell, erschöpft zusammensanken. Seufzend rollte sich Will von Seven herunter, dessen Augenlider bereits ungewöhnlich schwer waren. Er konnte kaum mehr einen einzigen, klaren Gedanken fassen, besonders nicht, wenn dabei das Wort .schlafen. nicht vorkam, wonach er sich so sehr sehnte. Trotz allem richtete er sich noch einmal auf und entfernte ihre Kondom mit langsamen, anzüglichen Bewegungen, ehe er sie mit einander verknotete. "Wohin?" Schlaftrunken folgte er Wills Wink und ließ sie neben das Bett sinken, schlang seine Arme um den Nacken des anderen. Sie sanken zurück in die Kissen - eine kleine Pause, mehr wollte Seven nicht, während er ein Gähnen nicht mehr unterdrücken konnte. " 'Tschul'ge", nuschelte er mit lahmer Zunge und vergrub sein Gesicht in Wills Halsbeuge.
"Kein Problem. Schlaf ruhig, ich bin ebenfalls müde, allerdings werde ich dich in ein paar Stunde wieder rausschmeißen", meinte der Blonde lachend, zog die Decke über sie beide. "Sag mal, wie alt bist du eigentlich?"
"Fuffz'n."

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